Sechskantschrauben werden häufig in Bereichen wie Maschinen, Stahlkonstruktionen, Schienenverkehr und Baumaschinen eingesetzt und sind für eine sichere Befestigung auf die Vorspannung des Gewindes angewiesen. Während des Gerätebetriebs können jedoch Vibrationen, Stöße, Temperaturschwankungen und Verschleiß leicht dazu führen, dass sich Schrauben lösen und die Vorspannung verloren geht, was zu Geräteausfällen und Sicherheitsrisiken führt. Daher ist ein zuverlässiger Antilockerungsmechanismus unerlässlich, um die Stabilität von Schraubverbindungen zu gewährleisten und die Lebensdauer der Geräte zu verlängern.
I. Reibungsbasierter Lockerungsschutz
Der auf Reibung basierende Lockerungsschutz ist die gebräuchlichste passive Lockerungsschutzmethode in industriellen Anwendungen. Sein Kernprinzip besteht darin, die Vorwärtsreibung zwischen dem Gewindepaar kontinuierlich zu erhöhen, um dem durch Vibration und Verschiebung verursachten Lösedrehmoment entgegenzuwirken und so eine relative Drehung zwischen Schraube und Mutter zu verhindern und eine stabile Vorspannung aufrechtzuerhalten. Diese Methode zeichnet sich durch einen einfachen Aufbau, niedrige Kosten sowie eine einfache Installation und Demontage aus und ist somit eine grundlegende Schutzmaßnahme.
Zu den gängigen Anwendungen gehören Federscheibensicherungen, Doppelmuttersicherungen und Kombinationen aus Unterlegscheiben und Antirutschscheiben.Federscheiben nutzen ihre eigene elastische Verformung, um kontinuierlich eine Druckkraft auf das Gewindepaar auszuüben und so den Reibungswiderstand an der Gewindekontaktfläche aufrechtzuerhalten. Doppelmuttern eliminieren das Gewindespiel durch die Presskraft der oberen und unteren Muttern und fixieren so die relative Position der Gewinde.
Anwendungen:Hauptsächlich geeignet für statische Belastungen, niederfrequente Vibrationen und normale Betriebsbedingungen bei Umgebungstemperaturen, wie z. B. Rahmen für allgemeine mechanische Ausrüstung, zivile Hardwarekomponenten und leichte Stahlkonstruktionsverbindungen. Es ist die bevorzugte grundlegende Anti-Lockerungslösung für normale Betriebsbedingungen.
II. Mechanischer Lockerungsschutz
Bei der mechanischen Lockerungssicherung handelt es sich um eine Zwangsverriegelungsmethode. Im Gegensatz zum passiven Widerstandsschutz des reibungsbasierten Lockerungsschutzes besteht sein Kernprinzip darin, spezielle mechanische Verriegelungskomponenten zu verwenden, um Schrauben, Muttern und verbundene Teile starr zu sichern und die relative Drehung des Gewindepaars direkt einzuschränken. Dies eliminiert strukturell das Risiko einer Lockerung und bietet eine deutlich höhere Zuverlässigkeit als reibungsbasierte Antilockerungsmaßnahmen.
Zu den klassischen technischen Anwendungen gehören Splint- und Nutmutter-Lockerungsschutz, Sicherungsscheiben und drahtgebundener Lockerungsschutz.Ein Splint geht durch vorgebohrte Löcher in der Schlitzmutter und dem Bolzenschaft und nutzt die Steifigkeit des Stifts, um die Mutter an Ort und Stelle zu sichern. Eine Sicherungsscheibe bildet einen mechanischen Anschlag, indem sie eine Seite so biegt, dass sie an der Mutter und dem Werkstück anliegt. und drahtgebundene Systeme verbinden mehrere Bolzen in Reihe, um ihre relative Drehung zu beschränken.
Anwendungen:Weit verbreitet bei dynamischen Schwerlast- und hochfrequenten Vibrationen und Betriebsbedingungen mit hohem Sicherheitsniveau, wie z. B. kritischen tragenden Verbindungen in Schienenfahrzeugen, Fahrgestellen von Baumaschinen, Luft- und Raumfahrtkomponenten, hydraulischen Geräten und Hebegeräten.
III. Permanenter Lockerungsschutz
Dauerhaftes Anti-Lockern, auch bekannt alsKlebstoff gegen Lösen oder Aushärten gegen Lösenist eine Technologie, die eine integrierte Verriegelung von Gewindepaaren durch chemische Aushärtung erreicht. Das Grundprinzip besteht in der Anwendung von aSpezialklebstoff zur Schraubensicherungzu den Gewindeeingriffsflächen. Nachdem die Schraube festgezogen wurde, füllt der Klebstoff die Gewindelücken und durchläuft in den luftdichten Gewinderäumen eine Aushärtungsreaktion, wodurch die Gewindeeingriffsflächen von Schraube und Mutter zu einer Einheit verbunden werden. Dadurch wird der Raum für relative Gewindebewegungen vollständig eliminiert und gleichzeitig für Abdichtung, Rostschutz und Korrosionsschutz gesorgt.
Basierend auf der Festigkeit können diese Klebstoffe in entfernbare Schraubensicherungen mit geringer Festigkeit, universelle Schraubensicherungen mit mittlerer Festigkeit und permanente Schraubensicherungen mit hoher Festigkeit eingeteilt werden. Klebstoffe mit geringer Festigkeit ermöglichen eine Demontage mit Standardwerkzeugen, während Klebstoffe mit hoher Festigkeit die Gewinde nach dem Aushärten vollständig blockieren, wodurch eine Demontage unmöglich wird und eine dauerhafte Befestigungslösung bereitgestellt wird.
Anwendungen:Geeignet für Gewindeverbindungen in Präzisionsmaschinen, Hydraulikleitungen, Automobilkomponenten und langfristig wartungsfreien Geräten. Es eignet sich besonders gut als Lockerungsschutz für kleine Schrauben und Präzisionsbefestigungen.